Bin gerade am Aktien screenen und habe entdeckt, dass die Pattern (Umkehrstab, ODR,..) welche ich bei Finviz entdecke, bei meiner Markets Pro Trading Software von CMC nur bedingt auftauchen. Das liegt an der unterschiedlichen Darstellung, bei Finviz beginnt die Wochenkerze am Montag und bei CMC am Donnerstag, warum auch immer?!
Als ob die Fülle an Informationen die täglich auf einen einprasseln nicht schon genug wären, muss man jetzt auch noch aufpassen beim screenen, ich liebe es ;-) Immer auf der Suche nach der ultimativen Wahrheit, die es einfach nicht gibt.
Ich bin kurz davor wieder sämtliche Indikatoren aus meinen Charts zu verbannen, die unterschiedlichen Signale und Divergenzen treiben mich noch in den Wahnsinn. Wenn ich mein Journal genauer betrachte, werde ich in der Frequenz immer langsamer, weil ich vor lauter Indikatorensignale nicht mehr weiß was ich handeln soll *lol*.
Ich denke das der Einsatz von Indikatoren wieder nur einen Wunsch nach Sicherheit darstellt, man möchte die Kauf/Verkaufsentscheidung auf das Chartprogramm übertragen um im schlechtesten Fall nicht selbst Schuld am Verlust zu sein, war ja der böse Indikator. Die einzige Wahrheit in diesem Fall ist der Kurs selbst! Was hätten´s den früher g´macht? (wie man so schön sagt in Österreich)
Da ich nebenberuflich handle, könnte mein Screening folgendermaßen aussehen: Screening bei Finviz.com mit Tagescharts. Bei entsprechenden markttechnischen Signalen, nähere Betrachtung in der Trading Station mit Überprüfung des Wochencharts für die übergeordnete Trendrichtung/Großwetterlage. Einstieg per Stop Order am Tages Low/High mit Initial Stop (ergibt sich aus der Art des Handels).
Es zieht mich immer mehr zum Wochenchart
Das hin und her der letzten Wochen, speziell im S&P500 zeigt mir ganz klar meine Schwächen auf. Ich wechsle öfter die Richtung als ein Hase auf der Autobahn. Was sich nicht gerade förderlich auf meine Performance auswirkt.
Nur zum optischen Vergleich ein paar Charts auf Wochenbasis und Tagesbasis. Am Tageschart herrscht Rush Hour die ganze Zeit. Die Kurse laufen zwar in meist in eine Richtung, doch kommt es immer wieder zu Gaps oder kleinere Korrekturen. Der Wochenchart bringt dabei etwas Ruhe ins Bild. Hier sind langlaufende Swings leichter erkennbar. Man kann sich auch mal in eine laufende Bewegung einkaufen, was man Tageschart derzeit schnell im Minus endet.
Ich werde auch meine Behaltedauer der einzelnen Trades überdenken müssen. Am Wochenchart laufen schöne Bewegungn schon mal über mehrere Wochen. Da hab ich mit meinen 3-10 Tagen nicht viel mehr erreicht als Breakeven. Allerdings kann ich meinen Stress neben meiner hauptberuflichen Tätigkeit etwas reduzieren, mein Depot kann Änderungen der Marktphase leichter wegstecken.
Es könnte sich daraus aber auch wieder ein kurzfristiger Ansatz entwickeln, wenn man eben wie bereits erwähnt in laufenende Bewegungen am Wochenchart einsteigt, mit etwas engeren Stops.
Hervorragende Literatur dazu gibt es von William J. O´Neil - "How to make money in stocks". Er betreibt sein Screening fast ausschließlich auf Wochencharts.
Interessant ist auch die Tatsache das Market Timing am Wochenchart weniger Auswirkungen hat. Hier sieht man ganz klar das es sowohl Aktien gibt die steigen und welche die fallen, egal wie sich der Index bewegt. Also ist auch das beobachten des Index kein Allheilmittel bei der Aktienauswahl. Schon gar nicht in der derzeitigen Marktphase.
Conclusion: Der Wochenchart verlangsamt den Entscheidungsprozess, hat aber den großen Vorteil das er den Tageschart auf Grund der größeren Zeiteinheit overruled. Nachteil ist die lange Laufzeit der einzelnen Trades, was aber hoffentlich die Fehlerquote verringern wird. Und damit meine ich nicht die Trefferquote, die wird bei rund 50% bleiben, wie bei den meisten. Ich meine damit das aus dem Trade fliegen bei fehlerhafter Stoppversetzung, da hier die Tageskerzen weniger Einfluss haben.
Ich würde mich hierzu über Meinungen in den Kommentaren sehr freuen. Es ist oftmals schwierig den Weg zum Profi alleine zu gehen, das Ziel ist das gleiche, nur der Weg hat mehr Abzweigungen, Sackgassen und ist länger.
Nur zum optischen Vergleich ein paar Charts auf Wochenbasis und Tagesbasis. Am Tageschart herrscht Rush Hour die ganze Zeit. Die Kurse laufen zwar in meist in eine Richtung, doch kommt es immer wieder zu Gaps oder kleinere Korrekturen. Der Wochenchart bringt dabei etwas Ruhe ins Bild. Hier sind langlaufende Swings leichter erkennbar. Man kann sich auch mal in eine laufende Bewegung einkaufen, was man Tageschart derzeit schnell im Minus endet.
Ich werde auch meine Behaltedauer der einzelnen Trades überdenken müssen. Am Wochenchart laufen schöne Bewegungn schon mal über mehrere Wochen. Da hab ich mit meinen 3-10 Tagen nicht viel mehr erreicht als Breakeven. Allerdings kann ich meinen Stress neben meiner hauptberuflichen Tätigkeit etwas reduzieren, mein Depot kann Änderungen der Marktphase leichter wegstecken.
Es könnte sich daraus aber auch wieder ein kurzfristiger Ansatz entwickeln, wenn man eben wie bereits erwähnt in laufenende Bewegungen am Wochenchart einsteigt, mit etwas engeren Stops.
Hervorragende Literatur dazu gibt es von William J. O´Neil - "How to make money in stocks". Er betreibt sein Screening fast ausschließlich auf Wochencharts.
Interessant ist auch die Tatsache das Market Timing am Wochenchart weniger Auswirkungen hat. Hier sieht man ganz klar das es sowohl Aktien gibt die steigen und welche die fallen, egal wie sich der Index bewegt. Also ist auch das beobachten des Index kein Allheilmittel bei der Aktienauswahl. Schon gar nicht in der derzeitigen Marktphase.
Conclusion: Der Wochenchart verlangsamt den Entscheidungsprozess, hat aber den großen Vorteil das er den Tageschart auf Grund der größeren Zeiteinheit overruled. Nachteil ist die lange Laufzeit der einzelnen Trades, was aber hoffentlich die Fehlerquote verringern wird. Und damit meine ich nicht die Trefferquote, die wird bei rund 50% bleiben, wie bei den meisten. Ich meine damit das aus dem Trade fliegen bei fehlerhafter Stoppversetzung, da hier die Tageskerzen weniger Einfluss haben.
Ich würde mich hierzu über Meinungen in den Kommentaren sehr freuen. Es ist oftmals schwierig den Weg zum Profi alleine zu gehen, das Ziel ist das gleiche, nur der Weg hat mehr Abzweigungen, Sackgassen und ist länger.
Mein warum ausgerechnet Trading
Ich nehme Bezug auf einen Artikel der in der Tradingredaktion von Thomas Vittner entstanden ist, Trading - der Einstieg, das Warum? Dort schreibt sein neuer Kollege, Markus Haspel, Fondsmanager, über allgemeine Beweggründe warum die meisten mit dem Trading anfangen. Das hat mich motiviert über meine Gründe nachzudenken.
Ich habe schon in jungen Jahren festgestellt das ich eine Tendez zu selbstständigem Arbeiten habe. Es macht mir Spaß alles zu hinterfragen und nichts als gegeben hin zunehmen. Was meinen derzeitigen Chef manchmal verzeifeln lässt. Bei mir ist weniger der Reiz des Geldes, als die große Freiheit vom eigenen Schaffen leben zu können.
Ich vergleiche das jetzt mit einem Landwirt. Er bestellt die Felder und erntet ab um seine Familie ernähren zu können. Und genauso sehe ich auch mein Trading, ich beobachte die Märkte und ernte im richtigen Moment das Geld. Beide Berufe sind harte Arbeit, wer das nicht versteht, sollte in einem Angestellenverhältnis bleiben.
Viele Beweggründe sind die gleichen wie bei den meisten Selbstständigen. Man will eigene Wege gehen, sich ganz und gar entfallten im eigenen Beruf. Auch ein wenig Prestige spielt mit rein, ganz klar. Aber im Endeffekt, bleibt die große Freiheit, die oftmals nur trügerisch ist, arbeiten zu können wann und wo man will. Wenn man diesen Punkt erreicht hat, hat man die Meisterschaft im Trading erreicht.
Warum bin ich nicht Installateur geworden und habe eine kleine Firma gegründet? Weil man da auch mit Mittelmaß überleben könnte! Es gibt nur wenige Berufe die so ehrlich sind wie das Trading. Bist du sehr gut, wirst du belohnt, bist du mittelmäßig, zahlst du ein. Es gibt einfach keinen mittelmäßigen Trader der das jahrelang überlebt, früher oder später gibt man alles ab was man sich erarbeitet hat. Nur mit einem gewissen Grad an Meistenschaft kann man dauerhaft an Spiel der Spiele teilnehmen und davon leben.
Ich habe schon in jungen Jahren festgestellt das ich eine Tendez zu selbstständigem Arbeiten habe. Es macht mir Spaß alles zu hinterfragen und nichts als gegeben hin zunehmen. Was meinen derzeitigen Chef manchmal verzeifeln lässt. Bei mir ist weniger der Reiz des Geldes, als die große Freiheit vom eigenen Schaffen leben zu können.
Ich vergleiche das jetzt mit einem Landwirt. Er bestellt die Felder und erntet ab um seine Familie ernähren zu können. Und genauso sehe ich auch mein Trading, ich beobachte die Märkte und ernte im richtigen Moment das Geld. Beide Berufe sind harte Arbeit, wer das nicht versteht, sollte in einem Angestellenverhältnis bleiben.
Viele Beweggründe sind die gleichen wie bei den meisten Selbstständigen. Man will eigene Wege gehen, sich ganz und gar entfallten im eigenen Beruf. Auch ein wenig Prestige spielt mit rein, ganz klar. Aber im Endeffekt, bleibt die große Freiheit, die oftmals nur trügerisch ist, arbeiten zu können wann und wo man will. Wenn man diesen Punkt erreicht hat, hat man die Meisterschaft im Trading erreicht.
Warum bin ich nicht Installateur geworden und habe eine kleine Firma gegründet? Weil man da auch mit Mittelmaß überleben könnte! Es gibt nur wenige Berufe die so ehrlich sind wie das Trading. Bist du sehr gut, wirst du belohnt, bist du mittelmäßig, zahlst du ein. Es gibt einfach keinen mittelmäßigen Trader der das jahrelang überlebt, früher oder später gibt man alles ab was man sich erarbeitet hat. Nur mit einem gewissen Grad an Meistenschaft kann man dauerhaft an Spiel der Spiele teilnehmen und davon leben.
Regel Nr. 1 - Kapitalerhalt mit Moneymanagement
Ein Trader hat im Prinzip das gleiche Geschäftsmodell wie jede Handelsagentur. Ziel ist es Waren teuerer zu verkaufen als man sie eingekauft hat. Die Spanne bildet nach Abzug von Steuern und Sozialversicherung den Gewinn. Um das zu ermöglichen braucht der Trader Cash in Form von Bargeld am Konto, ob auf Marginbasis oder nicht sei dahingestellt.
Das heißt, der wichtigste Rohstoff des Traders ist sein Vermögen mit dem er arbeitet und das gilt es zu schützen. Wie soll man etwas schützen wenn man den Ausgang des Trades nicht vorher schon kennt? In dem man das Risiko bewußt steuert und so reduziert. Vor jedem Trade lege ich fest wieviel Stück ich von einer Aktie kaufe. Das kann ich aus Entry und Initialstop errechnen. Ich weis also schon vor Beginn wieviel ich maximal verlieren kann. Und wenn ich das berechnen kann, weis ich auch wieviele Positionen ich maximal gleichzeitig eröffnen darf.
Dazu ein Beispiel:
Depotstand: € 10.000,- | maximales Risiko pro Trade: 3% (gängige Oberegrenze für Trader)
Ergibt eine Summe von € 300,- die ich bereit bin zu verlieren, sollte der Handel schief laufen. Ich möchte eine Position bei Aktie XY bei Kurs 35,50 eröffnen und aus markttechnischer Sicht wäre ein Stop bei 34,00 sinnvoll. Daraus ergibt sich ein Risiko von 1,50 pro Aktie. Jetzt dividiere ich die 300,00 durch die 1,50, jetzt weis ich, dass ich für mein festgelegtes Risiko max. 200 Stück kaufen darf. Sollte jetzt der Trade Verlust machen, habe ich nur die € 300,- verloren.
Das beugt vor sich in eine Aktie zu "verlieben" und sie zu halten auch wenn sie weit im Minus liegt. Wenn ein Wert nicht performt wird er gnadenlos eliminiert. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass man längere Drawdown Phasen unbeschadet übersteht, und die kommen füher oder später. Die Statisik geht davon aus, dass bei 1000 Transaktionen, 10 Verlusttrades in Folge zu 100% auftreten. Das bedeudet in meinem Fall zwar auch ein Minus von 30% des Depotstandes, aber jetzt kann man sich ausrechnen was los ist wenn man 10% und mehr pro Trade riskiert. Man beerdigt das Konto schneller als man Margin Call buchstabieren kann.
Das heißt, der wichtigste Rohstoff des Traders ist sein Vermögen mit dem er arbeitet und das gilt es zu schützen. Wie soll man etwas schützen wenn man den Ausgang des Trades nicht vorher schon kennt? In dem man das Risiko bewußt steuert und so reduziert. Vor jedem Trade lege ich fest wieviel Stück ich von einer Aktie kaufe. Das kann ich aus Entry und Initialstop errechnen. Ich weis also schon vor Beginn wieviel ich maximal verlieren kann. Und wenn ich das berechnen kann, weis ich auch wieviele Positionen ich maximal gleichzeitig eröffnen darf.
Dazu ein Beispiel:
Depotstand: € 10.000,- | maximales Risiko pro Trade: 3% (gängige Oberegrenze für Trader)
Ergibt eine Summe von € 300,- die ich bereit bin zu verlieren, sollte der Handel schief laufen. Ich möchte eine Position bei Aktie XY bei Kurs 35,50 eröffnen und aus markttechnischer Sicht wäre ein Stop bei 34,00 sinnvoll. Daraus ergibt sich ein Risiko von 1,50 pro Aktie. Jetzt dividiere ich die 300,00 durch die 1,50, jetzt weis ich, dass ich für mein festgelegtes Risiko max. 200 Stück kaufen darf. Sollte jetzt der Trade Verlust machen, habe ich nur die € 300,- verloren.
Das beugt vor sich in eine Aktie zu "verlieben" und sie zu halten auch wenn sie weit im Minus liegt. Wenn ein Wert nicht performt wird er gnadenlos eliminiert. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass man längere Drawdown Phasen unbeschadet übersteht, und die kommen füher oder später. Die Statisik geht davon aus, dass bei 1000 Transaktionen, 10 Verlusttrades in Folge zu 100% auftreten. Das bedeudet in meinem Fall zwar auch ein Minus von 30% des Depotstandes, aber jetzt kann man sich ausrechnen was los ist wenn man 10% und mehr pro Trade riskiert. Man beerdigt das Konto schneller als man Margin Call buchstabieren kann.
Wer jetzt aufgibt, hat verloren
Die Aktienmärkte machen sich derzeit einen Spaß daraus, mich kurz nach dem Entry wieder abzuwerfen. Derzeit ist es schwierig wirklich einen Swing zu finden und zu reiten. Ein gerade beginnender Anfänger der in seiner Handelslogik noch nicht 100% gefestig ist, ist geneigt das Trading wieder als unprofitabel einzustellen. Jetzt ist es an der Zeit zu akzeptieren das es neben "long" und "short" auch noch die Position "flat" gibt.
"Flat" beschreibt das Beobachten vom Spielfeldrand. Während die Mitspieler sich in einem wilden Ballwechsel auspowern, wartet der Scharfschütze auf den richtigen Augenblick um zu zuschlagen. Das Problem dabei ist, das auch der Sniper nicht weis wann der richtige Augenblick gekommen ist. Man geht wieder in einen Trade weil man vermutet die richtige Richtung erwischt zu haben. Wird man ausgestoppt, fängt das Moneymanagement den meisten Schaden auf. So lange ich weis wieviel ich wann riskieren kann und vor allem wie oft, hab ich überhaupt kein Problem damit dem Markt etwas zu geben. Ich hol es mir ja wieder, so war es zumindest in der Vergangenheit ;-)
Der S&P500 weekly handelt klar unter dem 50er SMA und der 20er SMA dreht seit Wochen ins Fallende. Ich bin nach wie vor bearish. Was allerdings nicht so ganz dazu passt, ist die Tatsache das der DAX über dem 50er notiert. Der DAX läuft immer noch in einer intakten Tradingrange bergauf.
Daher teste ich derzeit nur absolut eindeutige Shortkandiaten auf Tagesbasis. Erreiche ich allerdings ein gewisses Level an Verlusten (- 20% vom Depotwert) setze ich das Trading aus bis die Lage wieder eindeutig wird.
Manche werde sich jetzt Fragen warum ich das Trading nicht gleich aussetze, wenn ich verunsichert bin. Das führt uns wieder zu dem Punkt das niemand weis WANN eine eindeutige Richtung eingeschlagen wird. Das sieht man wie immer erst hinterher klar und deutlich.
"Flat" beschreibt das Beobachten vom Spielfeldrand. Während die Mitspieler sich in einem wilden Ballwechsel auspowern, wartet der Scharfschütze auf den richtigen Augenblick um zu zuschlagen. Das Problem dabei ist, das auch der Sniper nicht weis wann der richtige Augenblick gekommen ist. Man geht wieder in einen Trade weil man vermutet die richtige Richtung erwischt zu haben. Wird man ausgestoppt, fängt das Moneymanagement den meisten Schaden auf. So lange ich weis wieviel ich wann riskieren kann und vor allem wie oft, hab ich überhaupt kein Problem damit dem Markt etwas zu geben. Ich hol es mir ja wieder, so war es zumindest in der Vergangenheit ;-)
Der S&P500 weekly handelt klar unter dem 50er SMA und der 20er SMA dreht seit Wochen ins Fallende. Ich bin nach wie vor bearish. Was allerdings nicht so ganz dazu passt, ist die Tatsache das der DAX über dem 50er notiert. Der DAX läuft immer noch in einer intakten Tradingrange bergauf.
Daher teste ich derzeit nur absolut eindeutige Shortkandiaten auf Tagesbasis. Erreiche ich allerdings ein gewisses Level an Verlusten (- 20% vom Depotwert) setze ich das Trading aus bis die Lage wieder eindeutig wird.
Manche werde sich jetzt Fragen warum ich das Trading nicht gleich aussetze, wenn ich verunsichert bin. Das führt uns wieder zu dem Punkt das niemand weis WANN eine eindeutige Richtung eingeschlagen wird. Das sieht man wie immer erst hinterher klar und deutlich.
Market Timing - Add on
Edith: Ich habe noch einen Indikator unterschlagen den ich dabei einsetze. Nach meinem Verständnis verläuft jeder Chart in Wellen. Das kommt daher, dass Käufer in einen Markt rein strömen oder Verkäufer raus strömen. Dieser Überhang an Käufen/Verkäufen lässt den Kurs steigen oder fallen. Und das passiert meistens nicht an einem Tag sondern an mehreren Tagen oder sogar Wochen. Dafür habe ich den SMI Stochastic Momentum Index für mich entdeckt. Dieser zeigt mir in der Einstellung (5,5,3,3) am Wochenchart sehr schön diese Wellen an. Hier einer Erklärung zur Funktion. Umso höher der Periodenzeitraum, desto hochwertiger das Signal. Am Stundenchart oder darunter, liefert dieser Indikator nur mäßig gute Signale.
Der 20er SMA am Index Wochenchart ist nur die halbe Wahrheit. Eigentlich habe ich 2 in Verwendung. Den 20er und den 50er. Wobei mich nicht so sehr die Kreuzung interessiert, sondern viel mehr die Richtung der beiden. Man benötigt in Wahrheit 2 davon um auf schnelle Bewegungen reagieren zu können. Der langsame gibt den Ton an, und der schnelle sagt mir wenn es so weit sein könnte.
In der Praxis sieht das folgendermaßen aus: befindet sich der Kurs und der 20 SMA über dem 50 SMA liegt ein Uptrend vor. Fällt der Kurs unter den 50er aber der 20er bleibt oben, gilt das nicht als Trendwechsel sondern Korrektur, ich sehe mich weiterhin nach Longtrades um. Schließt der Kurs aber unter dem 50er und der 20er fällt unter den 50er, kündigt sich ein Downtrend an. Der wieder so lange besteht bis der Kurs über den 50er wandert und der 20er nachzieht.
Also gibt es keine Trendrichtung von einem SMA alleine, nur wenn beide das Signal bestätigen schwenke ich um von bearish auf bullish oder umgekehrt.
Derzeit befindet sich der Kurs unterhalb des 50 SMA und der 20 SMA zieht langsam nach, es sieht so aus als würde sich wieder ein Downtrend bilden.
Market Timing - Huhn oder Ei
Was war vorher da? Die Aktien oder der Index? Huhn oder Ei? In dem Fall lässt sich die Antwort leicht erfassen, doch ist die Ausführung etwas komplexer als man glaubt. Auf jeden Fall waren die Aktien vor dem Index da, logisch der Index besteht aus den jeweiligen Aktien. Und woran erkennt man nun einen übergeordneten Trend, einen bullishen oder bearishen Markt?
Richtig, am Index. Jetzt könnte man doch meinen das die Aktien die sich rauf und runter bewegen den Index ergeben. Tun sie ja auch, aber steigen und fallen die Aktien willkürlich oder beeinflußt die Bewegung des Index nicht auch die Aktien? Was ich damit meine ist, wenn ich am Index Wochenchart einen klaren Uptrend erkenne, werde ich nicht nach Shortsignalen Ausschau halten. Somit beeinflußt der Index, der ja die Summe der Aktien bildet, mein Verhalten hinsichtlich der Aktien. Ein Paradoxon nicht war?
Aber ich mache es nicht komplizierter als ist, hier ein Chart meiner Market Timing Philosophie. Der S&P500 Wochenchart mit einem simplen Moving Average (20). Ist der Kurs über der Linie gehts long, und wenn der Kurs und die Linie rutscht gehts short. Das ist eine "grobe" Richtschnur, wenn ein intakter Trend vorliegt und der Kurs schneidet die Linie, schließe ich trotzdem nicht meine Positionen. Basta ;-)
Richtig, am Index. Jetzt könnte man doch meinen das die Aktien die sich rauf und runter bewegen den Index ergeben. Tun sie ja auch, aber steigen und fallen die Aktien willkürlich oder beeinflußt die Bewegung des Index nicht auch die Aktien? Was ich damit meine ist, wenn ich am Index Wochenchart einen klaren Uptrend erkenne, werde ich nicht nach Shortsignalen Ausschau halten. Somit beeinflußt der Index, der ja die Summe der Aktien bildet, mein Verhalten hinsichtlich der Aktien. Ein Paradoxon nicht war?
Aber ich mache es nicht komplizierter als ist, hier ein Chart meiner Market Timing Philosophie. Der S&P500 Wochenchart mit einem simplen Moving Average (20). Ist der Kurs über der Linie gehts long, und wenn der Kurs und die Linie rutscht gehts short. Das ist eine "grobe" Richtschnur, wenn ein intakter Trend vorliegt und der Kurs schneidet die Linie, schließe ich trotzdem nicht meine Positionen. Basta ;-)
Abonnieren
Kommentare (Atom)