Man merkt es seit Tagen, man ist unruhig, nervös, einfach nicht im Einklang mit sich selbst. Der PC läuft, man hat vor einer Woche den letzten Trade gestartet der sofort ins Minus gelaufen ist. Man will endlich wieder ein erfolgserlebnis!
Also screent man so lange den Markt bis die Wahrnehmung komplett aussetzt und man eine Aktie Long kauft die man unter normalen umständen NIE kaufen würde. Gerade gestern so passiert. Heute öffne ich meine Trading Plattform und sehe den Trade und den dazu gehörigen Chart mit anderen Augen. Ich bin relaxed und entspannter als gestern und siehe da, der Trade macht hinten und vorne keinen Sinn, im Gegenteil ich habe gegen ein gültiges Flat Signal gehandelt!
Die Position sofort wieder mit -0,20R geschlossen. Früher hätte ich zugesehen bis bei -1,00R die automatische Reißleine zieht. Ich wollte auf biegen und brechen ein Erfolgserlebnis, schon alleine weil ich mich psychisch nicht gut gefühlt habe. Und im Endeffekt habe ich genau deswegen meinem Depot einen kleinen Schaden zugefügt, also genau das Gegenteil erreicht.
Ich werde zukünftig diese Korrelation zwischen psychischem Befinden und Tradingerfolg/misserfolg genauer beobachten. Könnte sein das sich daraus ein zusätzliche Baustein für meinen Marktfilter entwickelt. Das ich auch Flat bin wenn ich mich einfach nicht erfolgreich fühle.
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Die mentale Seite meines Tradings
Verluste laufen lassen und Gewinne begrenzen habe ich vor langer Zeit hinter mir gelassen. Die Märkte machen mir auch heute noch zu schaffen, aber nicht mehr in dem Ausmaß wie noch vor 1-2 Jahren. Damals hat sich meinen Marktmeinung wie ein Fähnchen im Wind gedreht und mit ihr meine Einstellung zu meinen offenen Positionen. So etwas ist Gift für das Trademanagement (und für eine Beziehung/Ehe). Wenn man zb. beim Abendessen sitzt, die Frau vom Tag erzählt und man selber nicht mal einfachste Fragen beantworten kann weil man gedanklich immer noch vor dem Rechner sitzt. ;-)
Als reifender Trader fängt man an mit kleinen Verlusten zu Leben, sie gehören zum traden wie die Luft zum leben. Es ist so gar so weit das man sie erwartet. Wenn ich 4-5 offene Trades habe, nehme ich an das wahrscheinlich 2 mit Verlust enden, 2 zumindest break even schließen und 1 davon so viel Gewinn macht das sich die Arbeit trotzdem gelohnt hat.
Meine Performance Kurve oszilliert immer noch knapp über Null aber ich bin zuversichtlich das sich das dieses Jahr spürbar ändern wird. Ich habe mein Setup das 100% zu mir und meinem Tagesablauf passt gefunden. Und die ersten Ergebnisse sind sehr viel versprechend (+19% seit 01.01.11). Letztes Jahr habe ich viel experimentiert und geforscht. Was auch meiner Psyche zeitweise sehr zugesetzt hat, was sich wieder in den schlechten Ergebnissen gezeigt hat.
Mit meiner momentanen Methode brauche ich täglich etwa 1-2 Stunden, weniger will ich gar nicht investieren da ich sonst das Gefühl für den Markt verlieren würde. Ich fühle mich sehr ausgeglichen in meine Work-Life-Trading Balance.
Als reifender Trader fängt man an mit kleinen Verlusten zu Leben, sie gehören zum traden wie die Luft zum leben. Es ist so gar so weit das man sie erwartet. Wenn ich 4-5 offene Trades habe, nehme ich an das wahrscheinlich 2 mit Verlust enden, 2 zumindest break even schließen und 1 davon so viel Gewinn macht das sich die Arbeit trotzdem gelohnt hat.
Meine Performance Kurve oszilliert immer noch knapp über Null aber ich bin zuversichtlich das sich das dieses Jahr spürbar ändern wird. Ich habe mein Setup das 100% zu mir und meinem Tagesablauf passt gefunden. Und die ersten Ergebnisse sind sehr viel versprechend (+19% seit 01.01.11). Letztes Jahr habe ich viel experimentiert und geforscht. Was auch meiner Psyche zeitweise sehr zugesetzt hat, was sich wieder in den schlechten Ergebnissen gezeigt hat.
Mit meiner momentanen Methode brauche ich täglich etwa 1-2 Stunden, weniger will ich gar nicht investieren da ich sonst das Gefühl für den Markt verlieren würde. Ich fühle mich sehr ausgeglichen in meine Work-Life-Trading Balance.
Angst abzudrücken
Man sitzt vor dem PC, das Chartprogramm geöffnet, aber man hängt schon seit 30min auf Facebook. Der innerste Wunsch ein erfolgreicher Trader zu werden, reicht nicht diesen Status auch zu erreichen. Dem theoretischen Wissen muss die Praxis an der Börse folgen.
Doch als Anfänger versteht man die ganzen Minustrades nicht. Ist die Strategie die falsche? Handle ich den falschen Markt? Oder hat sich jemand gegen mich verschworen? Mit jedem Nein des Marktes nimmt man den Verlust persönlicher.
Trade Nummer 1 läuft ins Minus, ok war noch nicht so weit. Trade Nr. 2 kehrt kurz vor dem Take Profit wieder um und läuft in den Stopp. Naja, kann passieren, muss nur ein wenig nachgestellt werden. Aber wenn auch Trade Nr. 3 ein negatives Ergebnis bringt ist er aus, der Zauber. Die Handelslogik wird ausgesetzt und überarbeitet, es wird nach dem "perfekten" Entry gesucht (der nicht existiert). Doch die Trades Nr. 4 und 5 hätten gewonnen und ein vielfaches gebracht was die ersten 3 verloren haben. Nur leider erfährt das der Anfänger nie, weil er nicht mehr daran glaubt.
Darum bin ich oft bis 22:00 Uhr im Büro gesessen, in Foren herumgesurft und habe neue Stragien entworfen, anstatt endlich den symbolischen 4. Trade zu machen den meine Psyche schon so dringend benötigte. Diesen Punkt zu überwinden, an die eigene Fähigkeit und das Urteilsvermögen trotz Verlusten zu glauben, das unterscheidet den Fortgeschrittenen vom Anfänger.
Doch als Anfänger versteht man die ganzen Minustrades nicht. Ist die Strategie die falsche? Handle ich den falschen Markt? Oder hat sich jemand gegen mich verschworen? Mit jedem Nein des Marktes nimmt man den Verlust persönlicher.
Trade Nummer 1 läuft ins Minus, ok war noch nicht so weit. Trade Nr. 2 kehrt kurz vor dem Take Profit wieder um und läuft in den Stopp. Naja, kann passieren, muss nur ein wenig nachgestellt werden. Aber wenn auch Trade Nr. 3 ein negatives Ergebnis bringt ist er aus, der Zauber. Die Handelslogik wird ausgesetzt und überarbeitet, es wird nach dem "perfekten" Entry gesucht (der nicht existiert). Doch die Trades Nr. 4 und 5 hätten gewonnen und ein vielfaches gebracht was die ersten 3 verloren haben. Nur leider erfährt das der Anfänger nie, weil er nicht mehr daran glaubt.
Darum bin ich oft bis 22:00 Uhr im Büro gesessen, in Foren herumgesurft und habe neue Stragien entworfen, anstatt endlich den symbolischen 4. Trade zu machen den meine Psyche schon so dringend benötigte. Diesen Punkt zu überwinden, an die eigene Fähigkeit und das Urteilsvermögen trotz Verlusten zu glauben, das unterscheidet den Fortgeschrittenen vom Anfänger.
Mit der Maus in der Hand, Wild West Trading
Ich blättere gerade in meinem Tradertagebuch bei den ersten Seiten. Mein Kopf war gefüllt mit ganzen Regalmeter an Börsenpublikationen. Die teilweise widersprüchlichen Erklärungen, Ansätze und mechanischen Tradingsystem drängten alle auf einmal ins Bewußtsein.
Das Konto bei meinem Broker war befüllt, die Tradingsoftware auf dem letzten Stand und ich war bereit den Chart zu erobern. Wie es sich für einen Anfänger gehört habe ich gleich mal am Tick Chart angefangen nach Einstiegsmöglichkeiten zu suchen. Wie ich nachlesen kann, ging ich dabei in Wild West Manier mit der Maus im Anschlag vor. Den Zeigefinger am Abzug wartete ich nach der Arbeit (ab 18:00 Uhr) darauf das ich endlich was handeln darf.
Meine geöffneten Charts waren der FDAX und der Dow Future. Ein Haifischbecken für junge CFD Trader wie ich später feststellte. Hier habe ich mal einiges an Lehrgeld liegenlassen, bis der Verlust so groß war das ich wieder weiter gelernt habe. Und das war eine Konstante auf die ich mich verlassen konnte. Ich verlor Geld, lernte wieder, verlor Geld, lernte wieder, usw. aber der aufmerksame Leser erkennt meinen Vorteil. Ich war beständig, beharrlich ich gab nicht auf.
Leider tun das viele viel zu früh, sie werfen das Handtuch und all das verlorene Geld war umsonst investiert in die Ausbildung. Es kommt der Zeitpunkt der großen AHA-Erlebnisse, beim einen früher, beim anderen später. Aber er kommt, darum dran bleiben!
Das Konto bei meinem Broker war befüllt, die Tradingsoftware auf dem letzten Stand und ich war bereit den Chart zu erobern. Wie es sich für einen Anfänger gehört habe ich gleich mal am Tick Chart angefangen nach Einstiegsmöglichkeiten zu suchen. Wie ich nachlesen kann, ging ich dabei in Wild West Manier mit der Maus im Anschlag vor. Den Zeigefinger am Abzug wartete ich nach der Arbeit (ab 18:00 Uhr) darauf das ich endlich was handeln darf.
Meine geöffneten Charts waren der FDAX und der Dow Future. Ein Haifischbecken für junge CFD Trader wie ich später feststellte. Hier habe ich mal einiges an Lehrgeld liegenlassen, bis der Verlust so groß war das ich wieder weiter gelernt habe. Und das war eine Konstante auf die ich mich verlassen konnte. Ich verlor Geld, lernte wieder, verlor Geld, lernte wieder, usw. aber der aufmerksame Leser erkennt meinen Vorteil. Ich war beständig, beharrlich ich gab nicht auf.
Leider tun das viele viel zu früh, sie werfen das Handtuch und all das verlorene Geld war umsonst investiert in die Ausbildung. Es kommt der Zeitpunkt der großen AHA-Erlebnisse, beim einen früher, beim anderen später. Aber er kommt, darum dran bleiben!
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