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Tickets, Target und Stop Loss

Salping zielt, wie vorhin schon erwähnt, nicht auf die großen Gewinne ab. Scalping ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Viele kleine, schnelle Gewinne mehren das Konto und lassen den Cash-Bestand wachsen.

Bei dieser Art des Trading spielen Targets und Stops ein sehr wichtige Rolle. Die ultrakurze Zeiteinheit lässt keinen Platz für Fehler bei schnellen Entscheidungen. Wo platziere ich einen Stop, wo sollte ich die Position schließen, soll ich den Traden laufen lassen? Diese Fragen müssen beantwortet sein BEVOR man seine Position eröffnet!

Die Trading Strategien die ich hier noch präsentieren werde, arbeiten alle mit dem gleichen Stop Loss und dem gleichen Target. 10 Pips Stop Loss (Verlustbegrenzung) und 10 Pips Gewinnmitnahme (Target). Ausnahmslos. Ein Trailing-Stop kommt nur in Gewinnrichtung in Frage und nur um den möglichen Verlust zu schmälern. Beim scalpen hat man am meisten gewonnen wenn man seine Verluste so klein wie möglich hält. Die Gewinne kommen dann von selbst.

Jeder Broker bietet eine Vielzahl von verschiedenen Orderarten an. Darunter auch sehr exotische die man nicht ungedingt verstehen muss. Da es beim Sclaping schnell gehen muss, wäre es hilfreich wenn der Broker zwei Orderarten anbietet. Das eine ist die klassiche Market Order, dabei wird auf Knopfdruck der jeweilige Kurs long oder short gekauft der gerade notiert. Bei der Bracket Order werden der Market Order nach Tradeeröffnung gleich noch der Stop Loss und das Target mitgeliefert. So kommt man mit einem Klick in den Markt und hat gleichzeitig den Verlust begrenzt und den Gewinn definiert. Wie praktisch!
Bei meinem Broker habe ich beim traden genau zwei Fenster geöffnet. Ein Fenster mit dem 70 Ticks Chart von EUR/USD und ein Fenster mit einer Marketorder (sog. Ticket) mit dem Bracket Zusatz von 10 Pips Stop und 10 Pips Limit (Target).

Und jetzt kommt der wichtigste Teil der vielen Tradern schon viel Geld gekostet hat. Das Ordermanagement. Wenn ich als Trader nicht mit den Tickets vertraut bin, mache ich garantiert Fehler wenn ich schnell handeln muss. Die Trading Plattform sollte bei einer Bracket Order die ausgeführt wird, den überbleibenen Teil automatisch löschen. Sprich wenn der Stop Loss greift, soll das Target gelöscht werden! Klingt logisch, ist es für viele Broker aber nicht. Man vergisst vielleicht darauf und plötzlich hat man wieder ein Position offen ohne es zu merken.

Ich bin ein großer Fan des One Click Trading. Wenn ich eine Position eröffne klicke ich auf Long oder Short und schon bin ich im Markt mit meinen voreingestellten Parametern. Und wenn ich die Position schließen möchte, klicke ich auf schließen und das System kauft automatisch die richtige Position und löscht die überflüssigen Orders (Stop/Target) die nicht mehr benötigt werden. Es ist mir anfangs nicht nur einmal passiert das ich in der Hektik die falsche Richtung erwischt habe und beim schließen versehentlich ein 2tes Lot gekauft habe, auch so kann man sein Konto an die Wand fahren ;-).

Was ist ein Stop Loss?
Ein Stop Loss ist eine Order an den Broker die ihn beauftragt eine Position automatisch zu schließen wenn der Kurs einen definierten Wert erreicht. Ein Beispiel: Es wird 1 Lot EUR/USD bei 1,2300 eröffnet und ich platziere meine Stop Loss Order 10 Pips unter dem Entry, dann liegt die Order bei 1,2290, ab diesem Kurs schließt der Broker die Position automatisch und bewahrt mich so davor einen größeren Verlust, als kalkuliert, zu erleiden. Eine Ausnahme wo der Stop nicht greift wäre ein Kursrutsch. Denn wenn die Marke von 1,2290 nie notiert wird sondern gleich 10 Pips darunter aufschlägt, wird auch der Stop Loss zu diesem Kurs ausgeführt.
Ein Trailing Stop läuft dem Kurs in eine bestimmte Richtung nach. In unserem Fall bewegt er sich im 10 Pips Abstand in die Richtung des Targets. Läuft der Kurs in Richtung des Stop Loss bleibt der Trailing Stop stehen. So kann man einen Trade laufen lassen und bleibt immer beim Eingangs gewählten Verlustziel von 10 Pips.

Was ist ein Target?
Ein Target ist ein Gewinnziel das man vor einem Trade bestimmt. Ein Target wird auf die jeweilige Tradingstrategie abgestimmt. Bei einer Swing Trading Strategie ist ein Target eher hinderlich, da man hier versucht so lange wie möglich auf einer Trendwelle zu surfen. Arbeitet man mit einer Counter Trend Strategie, machen Targets einen Sinn, da man nur die Kursrücksetzter in einem laufenden Trend handelt und diese sind bekanntlich begrenzt im Verhältnis zum vorherigen Anstieg.

Intermarket Analyse des S&P500 nach John J. Murphy

Der Großmeister der Technischen Analyse, John J. Murphy, hat es den Charttechnikern dieser Welt einfach gemacht. Er hat ihnen eine Bibel geschrieben, ein Bibel die da heißt "Technische Analyse der Finanzmärkte". Daraus möchte ich eine Zusammenfassung ableiten zum besseren Verständnis meines Tradingbereichs.

Bei der Intermarket Analyse geht es um die Verbindung unterschiedlicher oder auch ähnlicher Märkte. Wie stehen Aktien zu Renten, Renten zu Rohstoffen und Rohstoffe zu Währungen. Ich befasse mich heute mit der Verbindung des S&P500 Terminkontrakts (Future) und dem eigentlichen Kassaindex. Als Neuling vermutet man das beides das selbe ist, aber weit gefehlt. Der Future liegt aufgrund einer fiktive Prämie (Aufgeld) immer über dem Kassaindex der Aktien. Diese Prämie wird beeinflusst vom kurzfristigen Zinssatz, der Rendit des S&P500 und von der Anzahl der Tage bis zum Verfallstermin. Umso näher beim Verfallstag, desto niedriger wird die Prämie.

Täglich kalkulieren institutionelle Investoren wie hoch die aktuelle Prämie (der faire Wert) sein sollte. Dieser Wert bleibt während des Tages konstant und ändert sich erst mit dem nächsten Handelstag. Notiert jetzt der Future einen vorher bestimmten Betrag über seinem fairen Wert, wird automatisch ein Arbitrage-Trade aktiviert, auch als Programmkauf bekannt. Dabei verkaufen die Programmhändler den Terminkontrakt und kaufen einen S&P500 Aktienkorb, um den Future und den Index wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Die Auswirkungen daraus sind für den Aktienmarkt positiv, da sie den Kurs nach oben drücken.
Programmverkäufe bewirken genau das Gegenteil. Dabei fällt die Prämie des Futures unter ihren fairen Wert, in diesem Fall wird der Future gekauft und ein Aktienkorb verkauft. Die Auswirkungen sind also negativ für den Markt.

Quelle: John J. Murphy, Technischen Analyse der Finanzmärkte, Finanzbuch Verlag
           6., unveränderte Auflage 2009, S. 403 u. 404

Als kleiner Trader kann man aus dieser Information nicht unmittelbar einen Vorteil ableiten. Aber sie trägt zu einem besseren Verständnis der verschiedenen Marktteilnehmer bei und wie sie auf den Markt durch ihren Handel einwirken.

Es gibt an der Börse keine Abkürzung

Man kennt die Situtation, man sitzt vor der Trading Software und experimentiert mit neuen Indikatoreinstellungen und Zeiteinheiten. Plötzlich entdeckt man den vermeintlich heiligen Gral. Glasklare Signale, fast keine Verluste, zumindest bis man mit den Backtests anfängt.

Hin und wieder erwischt man einen parade Zeitraum in dem diese Strategie Millionen erwirtschaftet hätte. Dehnt man dann den Zeitraum aus folgt die Ernüchterung. Von 5 Jahren wäre nur 1 Jahr positiv gewesen. Nicht auszudenken wenn man dieser tollen neuen Strategie blind vertrauen würde. Das Lehrgeld wäre noch teuerer als ohnehin schon.

Mein Trading Partner und ich hatten die Idee ein Trendfolgemodell am D1 zu entwickeln. Bis vor 10 Jahren hätte man damit gutes Geld verdient, doch seit etwa 10 Jahren laufen die Börsen im Amok Modus. Es gibt fast nur mehr Extremsitutationen, egal auf welcher Zeiteinheit. Wäre der Wochenchart der letzten 50 Jahre eine Herzkurve, könnte man davon ausgehen das der Patient Kammerflimmern hat und geschockt werden muss.

Zahlreiche Hedgfondsgrößen haben bereits das Handtuch geworfen, sie sagen sie können nicht mehr in dem Ausmaß Geld für ihre Kunden verdienen wie noch vor einigen Jahren. Die Gelegenheiten werden weniger oder unaufindbar. Und trotzdem hält man als keiner Privater an dem Glauben fest das man irgendwann zu den großen zählt...

Es gibt an der Börse nur einen Weg, den harten und steinigen! Wer nicht bereit ist hart für seinen Erfolg zu arbeiten, kann sein Geld auch verschenken.

Warum macht man sich als Anfänger mit Forex das Leben schwer?

Die Leute stehen auf Action, Spannung und tägliche Trades. Das Gefühl man muss jeden Tag arbeiten (traden) um damit Geld zu verdienen. Die Werbung vom schnellsten und größten Finanzmarkt der Welt tut ihr übriges dazu.

Immer mehr Menschen zieht es (mit ihren Ersparnissen)  in den Forexmarkt. Ein Umstand den ich einfach nicht verstehen kann. Ich finde mit meinem bescheidenen Konto einfach keine sinnvollen Stopmarken ohne dabei gleich 10 oder mehr % vom Depot zu riskieren. In Währungen hat man Intraday ständig Shakeouts, dabei werden in Tradingranges einfach die Stops gefischt um anschließend wieder in die angedachte Richtung zu laufen.

Vielleicht ist es auch die Verlockung der Billion Dollars die hier jeden Tag bewegt werden und das Rund im die Uhr. Ich handle lieber 3-5 Signale auf 5* Niveau die Woche als jeden Tag zahlreiche "solala" Setups nur damit man das Gefühl hat etwas getan zu haben. Es könnte auch damit zu tun haben das alles immer schneller und hektischer werden muss, sonst gilt es nicht als modern und zukunftsweisend. Bezeichnend für unsere heutige Gesellschaft.

Da sitzt er nun, der brave Arbeiter/Angestellte der versucht nach einem harten 10 Stunden Arbeitstag ab 19:00 Uhr dem EUR/USD noch ein paar Pips zu entreißen. Er tritt ausgelutscht in einen Ring mit Vollprofis die ausgeschlafen den ganzen Tag darauf warten das Amateure das Geld am Eingang abgeben.

Ein Tipp an alle Glücksritter, der Aktienmarkt ist vielleicht nicht so angesagt wie Forex, aber zum erlernen der Skills / des Handwerks das beste was der Finanzmarkt zu bieten hat. Mal ehrlich, womit lernt man sich fortzubewegen? Auf einem Dreihrad oder in einem Formel 1 Wagen? ;-)


PS: Thomas nimm diesen Artikel bitte nicht zu ernst, du machst deinen Weg. Aber ich habe jetzt schon einige Mails erhalten mit der Frage was ich von Forex halte.

Achtung Earnings Season

Aktiengesellschaften veröffentlichen regelmäßig Zahlen zum laufenden Geschäft. Die Quartalszahlen die in den USA auch Earnings genannt werden, werden 1-2 Wochen nach dem letzten Monat eines Quartals veröffentlicht. Also Anfang Jänner, April, Juli und Oktober.

In dieser Zeit ist es wichtig vor einem Einstieg das Datum der Veröffentlichung zu checken. Werden in den nächsten Tagen Zahlen heraus gegeben ist es ratsam nicht investiert zu sein. Die Börse ist verrückt genug, man braucht nicht auch noch wilde Kursauschläge.

Man kann nicht pauschal sagen das der Kurs einer Aktie steigt wenn die Zahlen positiv ausfallen. Es könnte durchaus sein das der Markt noch mehr erwartet hätte und daher fleißig abverkauft wird. Umgekehrt passiert es auch das ein Unternehmen ein Minus publiziert und der Kurs expoldiert weil die meisten Anleger einen noch größeren Verlust erwartet haben.

Also, Titel die Earnings haben in dieser Zeit lieber meiden, das Risiko das ein enger Stop gerissen wird oder das es böse gegen einen läuft ist einfach zu groß.

Meine bevorzugten Aktien

Ich habe mich aus einer Laune heraus am Anfang meines Screening Prozesses dafür entschieden nur den Large oder Mega Caps eine Chance zu geben. Sprich, meine Voreinstellungen bei Finviz grenzen den Screener von vorherein auf groß kapitalisierte Aktien ein. Das war für mich der ruhigere Hafen, da man hier keine extremen Bewegungen erwarten muss. Also optimal für einen Anfänger.

Da ich gerade wieder sämtliche Bereiche meiner Arbeit einer gründlichen Prüfung unterziehe, bin ich auf eine sehr aufschlussreiche Grafik gestossen. Ein Performance Chart gereiht nach Kapitalisierung. Daraus kann man eindeutig ablesen, dass umso größer die Kapitalisierung an der Börse desto geringer die Performance durch sämtliche Beobachtungszeiräume. Leider endet die Aufzeichnung nach einem Jahr, interessant wären noch die Performancedaten der letzten 10 Jahre.

Was ziehe ich daraus für einen Schluß? Nun, nachdem ich nur kurzfristig agiere (wenige Tage) und ich auf Momentum in Trends angewiesen bin werde ich mein screening auf kleinere Aktien verlagern. Da ich mich aber auf den S&P500 beschränke, kann ich Nano und Small Caps fast schon ausschließen da die im Index fast nicht vorkommen, besteht dieser doch nur aus den 500 größten Aktien des Landes.

Hier noch eine kurze Auflistung nach Kapitalisierung im S&P500:

    3x Mega  ($200bln and more)
271x Large  ($10bln to 200bln)
217x Mid    ($2bln to 10bln)
    8x Small  ($300mln to 2bln)
    1x Micro ($50mln to 300mln)
    0x Nano  (under $50mln)

Also werde ich ab jetzt mein Hauptaugenmerk auf Mid Caps und abwärts richten. Den nach der Statistik sind die für kurzfristige Trader lukrativer. Allerdings werde ich mich auf mehr Marktrauschen einstellen müssen, denn umso kleiner die Kapitalisierung desto größer die Kursauschläge wenn sich ein Big Player Ein- oder Verkauft!

Die Suche nach dem Weg

Ich kenne mein Ziel, oder zumindest mein temporäres Ziel das ich derzeit anstrebe. Das Trading soll mir Anfangs dazu dienen mein erspartes Geld selbst zu verwalten. Es kontinuierlich wachsen lassen bei einer stabilen 2 stelligen Performance im Jahr. Das ist nebenberuflich realistisch und machbar.

Trotzdem werde ich mein eigentliches Ziel, vom Trading leben zu können, als privater Investor/Trader nicht aus den Augen verlieren. Allerdings benötigt man dazu ein gewisses Grundkapital und das Gefühl sich auf die eigenen börslichen Fähigkeiten verlassen zu können.

Wenn der Zeitpunkt erreicht ist und man ein Grundkapital von zb € 100.000,- erreicht hat kann man als Swing Trader leider immer noch nicht davon leben. Klar es wird Jahre geben wo 100% und mehr möglich sind, aber realistisch sind wohl 20-50% im Jahr. Das lässt das Grundkapital über die Jahre fleissig wachsen.

Um aber wirklich vom Trading leben zu können, werde ich mich eingehend mit Daytrading befassen. Nirgendwo anders lassen sich bessere Renditen erwirtschaften. Für einen Profi reicht ein € 20.000,- Futurekonto um davon leben zu können. Die erwitschafteten Gewinne werden nicht reinvestiert, oder nur zum Teil, sondern monatlich ausgeschüttet. Davon bestreitet man sein Leben.

Das schwierigste wird der Übergang von unselbstständig erwerbstätig auf selbstständiger Trader. Für Daytrading benötigt man tausende Stunden Praxis am Intraday Chart, vergleichbar mit einem Profimusiker und seinem Instrument. Da man aber in einem 40 Stunden Job gefangen ist, wird das eine Herausforderung. Die Chinesen planen ja gerade einen 24 Stunden Handel an der Börse in Shanghai ;-)

Zusammenfassend: Angespartes Kapital wird per Swing Trading verwaltet. Parallel dazu wird ein Futurekonto aufgebaut mit dem a) das Daytrading erlernt wird und b) anschließend das Leben finanziert wird. Wenn das Swing Kapital eine mittlere 5 stellige Höhe erreicht hat wird laufend abgeschöpft auf das Futurekonto. Einen Zeitrahmen dafür kann ich nur schwer abschätzen, aber das Ganze sollte in den nächsten 5-10 Jahren realisierbar sein.

Indikatoren die ich derzeit in Verwendung habe

EMA (50): Exponentiell gleitender Durchschnitt mit der Einstellung (50) angewandt auf den Tageschart. Dient der langfristigen Trendrichtungsbestimmung. Befindet sich der Kurs am jeweiligen Index über dem EMA wird nur Long gehandelt und rauscht der Kurs unter den EMA gehts nur mehr Short bei den Signalen. Das hat sich in der Vergangenheit als sehr praktikabel erwiesen. Ich mag es simpel und einfach. Ein EMA sollte es deshalb sein weil dieser die jüngste Vergangenheit stärker gewichtet und somit schneller reagiert. Die Einstellung (50) Perioden ist eine gängige Marke wie sie auch Insitutionelle Anleger verwenden. Da diese einen Großteil der Börsengelder verwalten kann man davon ausgehen das diese Signale langfristigen auch Gewicht haben.

MACD: Ein klassischer Trendfolgeindikator der sich aus 3 GDs errechnet. Er besteht aus der MACD-Linie, dem Trigger und der Null-Linie. Auf der Null-Linie sitzt noch ein Histogramm das den Abstand der MACD-Linie zum Trigger darstellt. Daher der Name Konvergenz/Divergenz. Ein Signal wird generiert sobald sich die MACD-Linie mit dem Trigger schneidet, von unter nach oben Long und vice versa.

Stochastic Momentum Index (5,3,3): Die genaue Berechnung erspare ich mir hier, das würde den Rahmen sprengen. Es handelt sich um einen hervoragenden Oszillator der nicht nur Überkauft/Überverkauftzonen anzeigt sondern auch ein hervorangender Signalgeber ist wenn man ihn derart kurz anlegt. Ein Signal entsteht bei mir mit bloßem drehen in die gewünschte Richtung. Sprich ist der SMI steigend gehts long und vice versa.

Jetzt fügen wir das Puzzle noch schnell zusammen, bevor es verwirrend wird. Wie entsteht jetzt für ich ein handelbares Signal? Es müssen zahlreiche Kriterien erfüllt werden:

1. Die Aktie befindet sich im S&P100 Index (dieser gibt die Marktrichtung vor: Long/Short)
2. Der Kurs befindet sich über dem EMA (50) für long oder darunter für Short
3. Der SMI (5,3,3) zeigt ein Longsignal
4. Der MACD befindet sich in einem Longsignal
5. Die Aktie befindet sich in einem sichtbaren Uptrend

Das aufstellen von Regeln und das verwenden von Indikatoren ist der Wunsch des Traders nach Sicherheit in einer unsicheren Börsenwelt. Daher habe ich auch als persönliches Limit 3 Indikatoren auf einem Chart und max. 5 Einstiegsregeln. Wenn ich diese Vorgaben strikt einhalte, bleiben nach dem Screening noch 10 von 100 Werten über und davon suche ich mir die 3 die mir am besten gefallen.

Der Austieg erfolgt über Gegensignal eines Indikators bzw. ist das etwas schwierig zu formulieren. Ich lasse Gewinne gerne laufen. Wenn der SMI ein Gegensignal zeigt, die Aktie aber in einem sauberen Trend läuft und der MACD nach wie vor Long wäre bleibe ich zb. investiert. Man nennt das fachliche Ungenauigkeit und meint damit das Bauchgefühl oder auch Intutition.

Ein kleiner Rückblick auf die letzten 2 Monate

Seit 2 Monaten verfolge ich jetzt meinen One Day Trader Ansatz. Heute war Kassensturz (+ 6,38R) und ich bin nicht unzufrieden damit. Allerdings ist damit erheblich mehr Zeitaufwand verbunden als beim klassischen Swing Trading und man beschneidet sich selbst weil man Gewinne nicht laufen lässt.

Meine Tradingwelt besteht zu einem großen Teil aus Trail & Error, ich greife bestehende Konzepte auf, schnitze sie auf mich zurechet und teste ist in der Praxis. Und das was bisher am besten mit meiner Psyche und meiner verfügbaren Zeit harmonierte ist das Swing Trading. Allerdings wurde ich da zu oft auf dem falschen Fuß erwischt oder der Stop war zu eng gewählt.

Daran werde ich jetzt weiter tüfteln bis ich meine Strategie auf mich und mein Befinden abgestimmt habe. Das Grundgerüst steht, ist vergleichbar mit den gleichen Autoplattformen die unterschiedliche Hersteller verwenden. Ich kenne meine zur Verfügung stehende Zeit, ich kenne das MM/RM und ich kenne die gewünschte Haltedauer (3-10 Tage). Ich habe meine Entries die ich gerne trade und ich kenne meinen Markt, ich habe einen Marktfilter und eine handvoll Indikatoren auf die ich vertraue.

Das sind die Zutaten aus denen ich die nächsten Wochen meine neue Strategie backen werde. Ob der Kuchen aufgeht weiß ich noch nicht, ich werde es nur heraus finden wenn ich immer wieder bereit bin den Ofen anzuheizen.

Wichtige Regeln der technischen Analyse nach John J. Murphy

MZ von Investments & Rebellion hat einen erstklassigen Artikel über das technische Trading nach John J. Murphy verfasst. Dem ist nichts mehr hinzu zu fügen, darum verlinke ich ausnahmsweise nur das Posting, es gibt einfach Dinge die muss man nicht mehr ergänzen.

Zum Artikel -> 10 Wichtige Regeln der TA

Immer die untergeordneten Zeiteinheiten beachten

Es passiert mir immer noch das ich am Tageschart ein Signal erkenne und handle ohne zumindest einen Blick auf die untergeordnete Zeiteinheit zu werfen. Fällt wohl eindeutig unter Schlampigkeitsfehler oder auch Faulheit. Am 30min Chart ist oftmals schon ein Schwenk im Trend erkennbar während man am Tageschart noch auf die Fortsetzung wartet.

Da ich derzeit sehr kurzfristig agiere, muss ich das noch stärker beachten. Der Tageschart wird nur mehr als grober Signalgeber verwendet und der sinnvolle Entry dann am 30min Chart gesucht. Schön langsam nimmt meine Strategie sehr umfangreiche Formen an, obwohl ich sie bewußt simpel und übersichtlich halten wollte. Aber das sucht man sich nicht aus, das ergibt sich aus den Gegebenheiten. Man kennt das Ziel und bastelt sich den Weg dazu.

Btw: Ich beschäftige mich derzeit in meiner restlichen Freizeit mit NLP - Neurolinguistisches Programmieren, hoch interessant, kann ich jedem Trader nur empfehlen.

Wozu kann man NLP nutzen?

NLP zeigt Ihnen, wie Sie Ihre eigenen Erfolge verstehen und wieder bewußt herbeiführen können.

NLP gibt Ihnen die Möglichkeit, wahrzunehmen, wann eine günstige Situation gegeben ist und bewußt zu handeln.

NLP unterstützt Sie darin sich selbst und andere besser zu verstehen.

NLP ist ein Weg, um seine persönliche Entwicklung voranzubringen und Veränderung bewußt herbeizuführen.

NLP kann ihre Kommunikation mit sich und anderen optimieren.

NLP erweitert ihre Wahrnehmung und Flexibilität in Alltagssituationen.

NLP erinnert Sie daran, wie Sie ihre Ressourcen aktivieren können.

NLP unterstützt Sie in der klaren Formulierung von persönlichen Zielen.

Quelle: www.nlp-spectrum.de

Was bewegt einen Kurs?

Was veranlasst einen Kurs zu steigen oder zu fallen? Warum bewegt er sich den einen Tag nach oben und den anderen Tag nach unten? Wenn man dazu 100 Personen befragt wird man 100 verschiedene Antworten bekommen. Die einen nennen Fundamentaldaten, Quartalszahlen, Gewinnerwartungen und Dividendenzahlungen. Die anderen sind überzeugt das daran Indikatoren, Oszillatoren und Wave Analysen beteiligt sind.

Ich sage, den Kurs einer Aktien, einer Währung oder eines Rohstoffes bewegen alleine die Käufer und Verkäufer. Die Börse ist ein Spielplatz der Überzeugungen. Ist der größere Teil der Menge überzeugt das die Kurse steigen werden, werden sie auch steigen. Warum? Weil sie nach ihrer Überzeugung handeln und kaufen, das alleine genügt um die Kurse steigen zu lassen. Umgekehrt natürlich das gleiche.

Das habe ich gelernt für mich zu nutzen. Ich kaufe/verkaufe keine Aktie ohne den jeweiligen Index gesichtet zu haben. Befindet der sich in einem Uptrend bin ich bullish, geht er hingenen talwärts kenne auch ich nur eine Richtung. Ein Index ist die Summe aller Teile, ein Mengenmesser sozusagen. Die Menge kauft oder verkauft, das lese ich an einem Index ab und danach handle ich auch.

Die Gewichtung der Zeiteinheiten

Nach einer kurzen Kreativpause werde ich jetzt meine Postingfrequenz etwas erhöhen. Es gibt immer wieder Phasen in meinem Trading, die nur aus Nachdenken bestehen, oft tagelang. Wenn ein drängendes Problem auftaucht, setze ich das Trading so lange aus bis mich das Thema nicht mehr beschäftigt. Und dann hab ich auch keine Zeit zum Schreiben.

Ich bin ein reiner Techi, mich interessieren Fundamentaldaten nicht ein bisschen. Von daher ist der Chart meine Spielwiese, wie bei einem Blick aus dem Flugzeug verschaffe ich mir aus großer Höhe einen Überblick. Und wenn man landet wird alles noch deutlicher und klarer, aber wenn man nicht weiß wo man ungefär ist bringt einem das auch nichts.

Was will ich damit sagen? Ich handle am Tageschart, suche meine Einstiege am Stundenchart und definiere die Trendrichtung am Wochenchart. Im Prinzip würde meine Strategie jeder Hauptschüler verstehen und handeln können.

Ein grafischer kerzenchart basiert auf der kleinsten Einheit in der Tradingwelt, dem Tick. Ein Tick kennzeichnet einen neuen Kurs, diese Ticks werden gesammelt und in einem 1 Min. Chart dargestellt, als Kerze mit High/Low & Open/Close. Die 15 Kerzen werden wieder gebündelt auf einen 15min Chart, 4 davon bilden eine Kerze am Stundenchart und wieder 8-24 (je nach Markt) bilden eine Tageskerze.

Den letzten Absatz lesen dauert wenige Sekunden, aber ihn zu verstehen und anwenden zu lernen dauert Wochen. Zumindest bei mir, nichts hat mich mehr verwirrt als das Zusammenspiel der Zeiteinheiten. Der Große dominiert den kleinen Trend und ein haufen kleiner Trends können einen großen beenden. Wer immer nur eindimensional auf einer Charteinstellung handelt, benutzt auch beim Auto nur das Seitenfenster.

Nur das Panorama schafft Klarheit. Niemand sollte sich ernsthaft bei einem Uptrend am Wochenchart auf die Suche nach Shortsignale am Tageschart machen. Das Ziel ist der 5 Sterne Entry! Warum mit weniger zufrieden geben? Diese Erkenntnis hab ich aus der Buchreihe von Michael Voigts "Der Händler" geklaut, sehr lesenswert.

Ich werde auch noch eine Liste mit Büchern veröffentlichen die ich brauchbar finde.

Trendbestimmung

Um die wahrscheinlich richtige Trade Richtung zu erwischen, muss man sich zwangsläufig mit Trend Definitionen auseinander setzen. Da ich beim traden gerne unauffällig mit dem Strom schwimme, gehörte die Trendbestimmung zu meinen ersten Lektionen die ich gelernt habe.

Aufwärtstrend: Höhere Hoch gefolgt von höheren Tiefs

Abwärtstrend: Tiefere Tiefs gefolgt von tieferen Hochs

Am einfachsten lässt sich das mit einem Ball erklären der eine Treppe hinunter springt. Jedesmal wenn er auf eine Stufe trifft, wird er kurz hochgedrückt, aber nicht mehr so hoch wie die letzte Stufe, nur um anschließend seinen Weg nach unten wieder fortzusetzen.

Das wäre die Definition aus dem perfekten Chart, den gibt es nur leider nicht. Daher wird es immer wieder trendlose Phasen und Zwischenhochs/Zwischentiefs geben. Oder der Trend trifft auf einen Widerstand und muss 3-4 mal Anlauf nehmen um sich fortzusetzen. Aber die grundsetzliche Marschrichtung einer Aktien lässt sich damit erahnen. Und mehr muss ich darüber schon nicht mehr wissen.