Ich habe mich aus einer Laune heraus am Anfang meines Screening Prozesses dafür entschieden nur den Large oder Mega Caps eine Chance zu geben. Sprich, meine Voreinstellungen bei Finviz grenzen den Screener von vorherein auf groß kapitalisierte Aktien ein. Das war für mich der ruhigere Hafen, da man hier keine extremen Bewegungen erwarten muss. Also optimal für einen Anfänger.
Da ich gerade wieder sämtliche Bereiche meiner Arbeit einer gründlichen Prüfung unterziehe, bin ich auf eine sehr aufschlussreiche Grafik gestossen. Ein Performance Chart gereiht nach Kapitalisierung. Daraus kann man eindeutig ablesen, dass umso größer die Kapitalisierung an der Börse desto geringer die Performance durch sämtliche Beobachtungszeiräume. Leider endet die Aufzeichnung nach einem Jahr, interessant wären noch die Performancedaten der letzten 10 Jahre.
Was ziehe ich daraus für einen Schluß? Nun, nachdem ich nur kurzfristig agiere (wenige Tage) und ich auf Momentum in Trends angewiesen bin werde ich mein screening auf kleinere Aktien verlagern. Da ich mich aber auf den S&P500 beschränke, kann ich Nano und Small Caps fast schon ausschließen da die im Index fast nicht vorkommen, besteht dieser doch nur aus den 500 größten Aktien des Landes.
Hier noch eine kurze Auflistung nach Kapitalisierung im S&P500:
3x Mega ($200bln and more)
271x Large ($10bln to 200bln)
217x Mid ($2bln to 10bln)
8x Small ($300mln to 2bln)
1x Micro ($50mln to 300mln)
0x Nano (under $50mln)
Also werde ich ab jetzt mein Hauptaugenmerk auf Mid Caps und abwärts richten. Den nach der Statistik sind die für kurzfristige Trader lukrativer. Allerdings werde ich mich auf mehr Marktrauschen einstellen müssen, denn umso kleiner die Kapitalisierung desto größer die Kursauschläge wenn sich ein Big Player Ein- oder Verkauft!
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Die Qual der Wahl beim Screening
Manchmal steht man vorm Wald und sieht die Bäume nicht. Was tut man dagegen? Man sucht sich eine Lichtung auf der nur wenige, aber qualitativ hochwertige Bäume stehen.
Ich habe immer wieder mal das Gefühl das mich beim screenen die komplette S&P500 Liste erschlägt. Täglich so viele Werte im Auge zu behalten kann 1. sehr stressig sein und 2. dazu führen das man viele bessere Signale vielleicht übersieht oder gar nicht mehr handeln kann (Gesamtrisiko). Daher stelle ich meine Aktienauswahl auf den S&P100 um. Das ist der kleine Bruder der die 100 größten US Unternehmen des S&P500 umfasst.
Was erreiche ich damit? Die Anzahl der Aktien die ich beobachte wird kleiner, die Qualität in Hinblick auf das Volumen und die Kapitalisierung steigt. Diese Werte gapen auch nicht so stark wie kleinere Firmen. Ich gewinne zusätzliche Zeit mir jede Aktie genauer ansehen zu können und ich muss diese kleinere Menge nicht durch zusätzliche Kriterien einschränken um die Anzahl künstlich zu verringern.
Ich erhoffe mir damit eine Steigerung der Qulität und eine Verminderung der Quantität bei meinen Signalen (5* Setups)
Ich habe immer wieder mal das Gefühl das mich beim screenen die komplette S&P500 Liste erschlägt. Täglich so viele Werte im Auge zu behalten kann 1. sehr stressig sein und 2. dazu führen das man viele bessere Signale vielleicht übersieht oder gar nicht mehr handeln kann (Gesamtrisiko). Daher stelle ich meine Aktienauswahl auf den S&P100 um. Das ist der kleine Bruder der die 100 größten US Unternehmen des S&P500 umfasst.
Was erreiche ich damit? Die Anzahl der Aktien die ich beobachte wird kleiner, die Qualität in Hinblick auf das Volumen und die Kapitalisierung steigt. Diese Werte gapen auch nicht so stark wie kleinere Firmen. Ich gewinne zusätzliche Zeit mir jede Aktie genauer ansehen zu können und ich muss diese kleinere Menge nicht durch zusätzliche Kriterien einschränken um die Anzahl künstlich zu verringern.
Ich erhoffe mir damit eine Steigerung der Qulität und eine Verminderung der Quantität bei meinen Signalen (5* Setups)
Wochenchart - Add on
Bin gerade am Aktien screenen und habe entdeckt, dass die Pattern (Umkehrstab, ODR,..) welche ich bei Finviz entdecke, bei meiner Markets Pro Trading Software von CMC nur bedingt auftauchen. Das liegt an der unterschiedlichen Darstellung, bei Finviz beginnt die Wochenkerze am Montag und bei CMC am Donnerstag, warum auch immer?!
Als ob die Fülle an Informationen die täglich auf einen einprasseln nicht schon genug wären, muss man jetzt auch noch aufpassen beim screenen, ich liebe es ;-) Immer auf der Suche nach der ultimativen Wahrheit, die es einfach nicht gibt.
Ich bin kurz davor wieder sämtliche Indikatoren aus meinen Charts zu verbannen, die unterschiedlichen Signale und Divergenzen treiben mich noch in den Wahnsinn. Wenn ich mein Journal genauer betrachte, werde ich in der Frequenz immer langsamer, weil ich vor lauter Indikatorensignale nicht mehr weiß was ich handeln soll *lol*.
Ich denke das der Einsatz von Indikatoren wieder nur einen Wunsch nach Sicherheit darstellt, man möchte die Kauf/Verkaufsentscheidung auf das Chartprogramm übertragen um im schlechtesten Fall nicht selbst Schuld am Verlust zu sein, war ja der böse Indikator. Die einzige Wahrheit in diesem Fall ist der Kurs selbst! Was hätten´s den früher g´macht? (wie man so schön sagt in Österreich)
Da ich nebenberuflich handle, könnte mein Screening folgendermaßen aussehen: Screening bei Finviz.com mit Tagescharts. Bei entsprechenden markttechnischen Signalen, nähere Betrachtung in der Trading Station mit Überprüfung des Wochencharts für die übergeordnete Trendrichtung/Großwetterlage. Einstieg per Stop Order am Tages Low/High mit Initial Stop (ergibt sich aus der Art des Handels).
Als ob die Fülle an Informationen die täglich auf einen einprasseln nicht schon genug wären, muss man jetzt auch noch aufpassen beim screenen, ich liebe es ;-) Immer auf der Suche nach der ultimativen Wahrheit, die es einfach nicht gibt.
Ich bin kurz davor wieder sämtliche Indikatoren aus meinen Charts zu verbannen, die unterschiedlichen Signale und Divergenzen treiben mich noch in den Wahnsinn. Wenn ich mein Journal genauer betrachte, werde ich in der Frequenz immer langsamer, weil ich vor lauter Indikatorensignale nicht mehr weiß was ich handeln soll *lol*.
Ich denke das der Einsatz von Indikatoren wieder nur einen Wunsch nach Sicherheit darstellt, man möchte die Kauf/Verkaufsentscheidung auf das Chartprogramm übertragen um im schlechtesten Fall nicht selbst Schuld am Verlust zu sein, war ja der böse Indikator. Die einzige Wahrheit in diesem Fall ist der Kurs selbst! Was hätten´s den früher g´macht? (wie man so schön sagt in Österreich)
Da ich nebenberuflich handle, könnte mein Screening folgendermaßen aussehen: Screening bei Finviz.com mit Tagescharts. Bei entsprechenden markttechnischen Signalen, nähere Betrachtung in der Trading Station mit Überprüfung des Wochencharts für die übergeordnete Trendrichtung/Großwetterlage. Einstieg per Stop Order am Tages Low/High mit Initial Stop (ergibt sich aus der Art des Handels).
Es zieht mich immer mehr zum Wochenchart
Das hin und her der letzten Wochen, speziell im S&P500 zeigt mir ganz klar meine Schwächen auf. Ich wechsle öfter die Richtung als ein Hase auf der Autobahn. Was sich nicht gerade förderlich auf meine Performance auswirkt.
Nur zum optischen Vergleich ein paar Charts auf Wochenbasis und Tagesbasis. Am Tageschart herrscht Rush Hour die ganze Zeit. Die Kurse laufen zwar in meist in eine Richtung, doch kommt es immer wieder zu Gaps oder kleinere Korrekturen. Der Wochenchart bringt dabei etwas Ruhe ins Bild. Hier sind langlaufende Swings leichter erkennbar. Man kann sich auch mal in eine laufende Bewegung einkaufen, was man Tageschart derzeit schnell im Minus endet.
Ich werde auch meine Behaltedauer der einzelnen Trades überdenken müssen. Am Wochenchart laufen schöne Bewegungn schon mal über mehrere Wochen. Da hab ich mit meinen 3-10 Tagen nicht viel mehr erreicht als Breakeven. Allerdings kann ich meinen Stress neben meiner hauptberuflichen Tätigkeit etwas reduzieren, mein Depot kann Änderungen der Marktphase leichter wegstecken.
Es könnte sich daraus aber auch wieder ein kurzfristiger Ansatz entwickeln, wenn man eben wie bereits erwähnt in laufenende Bewegungen am Wochenchart einsteigt, mit etwas engeren Stops.
Hervorragende Literatur dazu gibt es von William J. O´Neil - "How to make money in stocks". Er betreibt sein Screening fast ausschließlich auf Wochencharts.
Interessant ist auch die Tatsache das Market Timing am Wochenchart weniger Auswirkungen hat. Hier sieht man ganz klar das es sowohl Aktien gibt die steigen und welche die fallen, egal wie sich der Index bewegt. Also ist auch das beobachten des Index kein Allheilmittel bei der Aktienauswahl. Schon gar nicht in der derzeitigen Marktphase.
Conclusion: Der Wochenchart verlangsamt den Entscheidungsprozess, hat aber den großen Vorteil das er den Tageschart auf Grund der größeren Zeiteinheit overruled. Nachteil ist die lange Laufzeit der einzelnen Trades, was aber hoffentlich die Fehlerquote verringern wird. Und damit meine ich nicht die Trefferquote, die wird bei rund 50% bleiben, wie bei den meisten. Ich meine damit das aus dem Trade fliegen bei fehlerhafter Stoppversetzung, da hier die Tageskerzen weniger Einfluss haben.
Ich würde mich hierzu über Meinungen in den Kommentaren sehr freuen. Es ist oftmals schwierig den Weg zum Profi alleine zu gehen, das Ziel ist das gleiche, nur der Weg hat mehr Abzweigungen, Sackgassen und ist länger.
Nur zum optischen Vergleich ein paar Charts auf Wochenbasis und Tagesbasis. Am Tageschart herrscht Rush Hour die ganze Zeit. Die Kurse laufen zwar in meist in eine Richtung, doch kommt es immer wieder zu Gaps oder kleinere Korrekturen. Der Wochenchart bringt dabei etwas Ruhe ins Bild. Hier sind langlaufende Swings leichter erkennbar. Man kann sich auch mal in eine laufende Bewegung einkaufen, was man Tageschart derzeit schnell im Minus endet.
Ich werde auch meine Behaltedauer der einzelnen Trades überdenken müssen. Am Wochenchart laufen schöne Bewegungn schon mal über mehrere Wochen. Da hab ich mit meinen 3-10 Tagen nicht viel mehr erreicht als Breakeven. Allerdings kann ich meinen Stress neben meiner hauptberuflichen Tätigkeit etwas reduzieren, mein Depot kann Änderungen der Marktphase leichter wegstecken.
Es könnte sich daraus aber auch wieder ein kurzfristiger Ansatz entwickeln, wenn man eben wie bereits erwähnt in laufenende Bewegungen am Wochenchart einsteigt, mit etwas engeren Stops.
Hervorragende Literatur dazu gibt es von William J. O´Neil - "How to make money in stocks". Er betreibt sein Screening fast ausschließlich auf Wochencharts.
Interessant ist auch die Tatsache das Market Timing am Wochenchart weniger Auswirkungen hat. Hier sieht man ganz klar das es sowohl Aktien gibt die steigen und welche die fallen, egal wie sich der Index bewegt. Also ist auch das beobachten des Index kein Allheilmittel bei der Aktienauswahl. Schon gar nicht in der derzeitigen Marktphase.
Conclusion: Der Wochenchart verlangsamt den Entscheidungsprozess, hat aber den großen Vorteil das er den Tageschart auf Grund der größeren Zeiteinheit overruled. Nachteil ist die lange Laufzeit der einzelnen Trades, was aber hoffentlich die Fehlerquote verringern wird. Und damit meine ich nicht die Trefferquote, die wird bei rund 50% bleiben, wie bei den meisten. Ich meine damit das aus dem Trade fliegen bei fehlerhafter Stoppversetzung, da hier die Tageskerzen weniger Einfluss haben.
Ich würde mich hierzu über Meinungen in den Kommentaren sehr freuen. Es ist oftmals schwierig den Weg zum Profi alleine zu gehen, das Ziel ist das gleiche, nur der Weg hat mehr Abzweigungen, Sackgassen und ist länger.
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