Angst abzudrücken

Man sitzt vor dem PC, das Chartprogramm geöffnet, aber man hängt schon seit 30min auf Facebook. Der innerste Wunsch ein erfolgreicher Trader zu werden, reicht nicht diesen Status auch zu erreichen. Dem theoretischen Wissen muss die Praxis an der Börse folgen.

Doch als Anfänger versteht man die ganzen Minustrades nicht. Ist die Strategie die falsche? Handle ich den falschen Markt? Oder hat sich jemand gegen mich verschworen? Mit jedem Nein des Marktes nimmt man den Verlust persönlicher.

Trade Nummer 1 läuft ins Minus, ok war noch nicht so weit. Trade Nr. 2 kehrt kurz vor dem Take Profit wieder um und läuft in den Stopp. Naja, kann passieren, muss nur ein wenig nachgestellt werden. Aber wenn auch Trade Nr. 3 ein negatives Ergebnis bringt ist er aus, der Zauber. Die Handelslogik wird ausgesetzt und überarbeitet, es wird nach dem "perfekten" Entry gesucht (der nicht existiert). Doch die Trades Nr. 4 und 5 hätten gewonnen und ein vielfaches gebracht was die ersten 3 verloren haben. Nur leider erfährt das der Anfänger nie, weil er nicht mehr daran glaubt.

Darum bin ich oft bis 22:00 Uhr im Büro gesessen, in Foren herumgesurft und habe neue Stragien entworfen, anstatt endlich den symbolischen 4. Trade zu machen den meine Psyche schon so dringend benötigte. Diesen Punkt zu überwinden, an die eigene Fähigkeit und das Urteilsvermögen trotz Verlusten zu glauben, das unterscheidet den Fortgeschrittenen vom Anfänger.

Der Händler Band 5 - endlich gehts weiter

Der Fachroman von Michael Voigt, der aufbauend auf sein Fachbuch "Das große Buch der Markttechnik", von der Ausbildung von Trader Phillip erzählt, geht endlich in die nächste Runde. Gestern ist pünktlich zur Veröffentlichung, der Band 5 im Postkasten gelegen. Heute schon mal angelesen und wie immer für gut befunden.

Die Begegnung mit einem Mönch, der wie man erfährt früher mal Trader war, bringt Phillip ordentlich aus der Fassung. Was ist das definierte Ziel eines Traders, diese Frage beschäftigt ihn schon auf den ersten Seiten. Und ich bin schon sehr auf die Lösung gespannt, aber wie ich Herrn Voigt kenne erschließt sich die logik nicht sofort und nicht jedem. Also viel Spaß beim lesen.

Tradesignalonline enttäuscht schwer

Endlich ein Scanner der Gratis ist und tolle Leistungen bietet. Das war meine Meinung vor wenigen Monaten. Doch seit einigen Wochen funktioniert beim Scanner die Filterfunktion nicht mehr. Wenn man zb. den S&P500 scannt sollte man annehmen das 500 Aktien angezeigt werden, es sind aber nur mehr 311 +/-30 je nach Lust und Laune.

Ok, das wäre noch verschmerzbar wenn man wenigsten die nach Indikatorwerten filtern könnte. Aber auch da kann man die Regler verschieben wie man will, es werden willkürlich Aktien angezeigt.

Dieses Wochenende habe ich den Support zum 3. Mal drauf hingewiesen und gefragt wann der Scanner wieder ordentlicht funktionieren wird. Und zum dritten mal bekomme ich sinngemäß die Antwort: "Was passt den nicht damit?" Obwohl ich 3 mal eine ausführliche und detailierte, mit Screenshots versehene, Fehlerbeschreibung geliefert habe, die jeden Support erfreuen dürfte, wird man offensichtlich ignoriert oder man lässt den Gratisdienst auslaufen. Ich jedenfalls käme nicht auf die Idee einen Premiumaccount zu kaufen wenn schon beim anwerben so grobe Schnitzer gemacht werden.

Intraday mit mind. 2 Monitore

Mein Intraday Handel entwickelte sich eigentlich sehr schnell, nachdem ich meinen PC mit einer neuen Grafikkarte und einem 2. Monitor ausgestattet habe. Die Idee dahinter zieht sich wie ein roter Faden durch mein Trading. Stell dich nie gegen denn übergeordneten Trend!

Wenn ich am 5min Chart trade, habe ich daneben den 1/2 Stunden Chart offen. Trade ich am Stunden Chart, liegt daben der Tageschart. Und sobald sich mein Handelsprogramm öffnet sehe ich den Dow und den DAX Wochenchart. So komme ich nie auf die Idee mich gegen die breite Masse zu stellen. Und sollte ich doch gegen den Trend handeln, dann nur bei eindeutigen Korrekturen mit engen Stopps, kommt aber so gut wie nie vor.

Da mache ich auch beim Intradayhandel keine Ausnahme. Liegt am Tages Chart ein Uptrend vor und der Stunden Chart zeigt nach Norden, suche auch am 1min Chart nur Long Einstiege. Dafür benötige ich aber den zweiten Monitor. Dort liegt immer geöffnet die übergeordnete Zeiteinheit. Welche das ist entscheidet jeder selbst. Ich würde den Abstand nur nicht zu weit wählen da eine Korrektur am Wochenchart für den Intradayhandel eher wenig Relevanz hat ;-)

Mit der Maus in der Hand, Wild West Trading

Ich blättere gerade in meinem Tradertagebuch bei den ersten Seiten. Mein Kopf war gefüllt mit ganzen Regalmeter an Börsenpublikationen. Die teilweise widersprüchlichen Erklärungen, Ansätze und mechanischen Tradingsystem drängten alle auf einmal ins Bewußtsein.

Das Konto bei meinem Broker war befüllt, die Tradingsoftware auf dem letzten Stand und ich war bereit den Chart zu erobern. Wie es sich für einen Anfänger gehört habe ich gleich mal am Tick Chart angefangen nach Einstiegsmöglichkeiten zu suchen. Wie ich nachlesen kann, ging ich dabei in Wild West Manier mit der Maus im Anschlag vor. Den Zeigefinger am Abzug wartete ich nach der Arbeit (ab 18:00 Uhr) darauf das ich endlich was handeln darf.

Meine geöffneten Charts waren der FDAX und der Dow Future. Ein Haifischbecken für junge CFD Trader wie ich später feststellte. Hier habe ich mal einiges an Lehrgeld liegenlassen, bis der Verlust so groß war das ich wieder weiter gelernt habe. Und das war eine Konstante auf die ich mich verlassen konnte. Ich verlor Geld, lernte wieder, verlor Geld, lernte wieder, usw. aber der aufmerksame Leser erkennt meinen Vorteil. Ich war beständig, beharrlich ich gab nicht auf.

Leider tun das viele viel zu früh, sie werfen das Handtuch und all das verlorene Geld war umsonst investiert in die Ausbildung. Es kommt der Zeitpunkt der großen AHA-Erlebnisse, beim einen früher, beim anderen später. Aber er kommt, darum dran bleiben!

Ich mag Kerzen am Chart

Charteinstellungen sind das erste das man bei jedem neuen Tradingprogramm sofort mal ausprobiert. Und nicht zu unrecht, den die Anzeige der vergangenen Kurse ist ein wichtiger Bestandteil eines Charts. Um nicht zu sagen das wesentliche ;-)

Man kann ihn sich auf verschiedene Arten anzeigen lassen, eine Linie auf Schlusskursbasis, Barcharts oder auch Kerzen. Ich bevorzuge die Kerzen weil ich die Striche der Barcharts einfach nicht mag. Kommt wahrscheinlich drauf an womit man anfängt. Aber ich schweife ab.

Ein Linienchart ist zwar übersichtlich und aufgeräumt, verschluckt aber sehr viel nützliche Informationen. Ich weiß einfach nicht was in der jeweiligen Periode passiert ist, man sieht nur das Ergebnis. Mich interessiert aber wie der Kurs dorthin gekommen ist wo er gerade steht. Musste er sich plagen, ist er hoch und runter, befinden wir uns in einer Korrektur oder einer Bewegung, usw?

Speziell am Tageschart sagen die Kerzenkörper viel über die Verteilung Käufer/Verkäufer aus. Lange Lunten oder Dochte zeugen zb. von Kauf-/Verkaufsdruck der sich (noch) nicht durchsetzt. Aber bei der kleinsten Schwäche könnte die Stimmung kippen und ist Gegenteil umschlagen. Da könnte ein Patterntrader jetzt ein ganzes Buch füllen damit.

Wer kennt nicht die Szene aus dem Film Matrix bei der Dozer (der Operator) vor dem Bildschirm sitz wo die "Matrix" flimmert und er sagt: "Man gewöhnt sich daran". Das ist das Ziel, man gewöhnt sich daran und erkennt Bilder die etwas erzählen und kein flimmern.

Was bewegt einen Kurs?

Was veranlasst einen Kurs zu steigen oder zu fallen? Warum bewegt er sich den einen Tag nach oben und den anderen Tag nach unten? Wenn man dazu 100 Personen befragt wird man 100 verschiedene Antworten bekommen. Die einen nennen Fundamentaldaten, Quartalszahlen, Gewinnerwartungen und Dividendenzahlungen. Die anderen sind überzeugt das daran Indikatoren, Oszillatoren und Wave Analysen beteiligt sind.

Ich sage, den Kurs einer Aktien, einer Währung oder eines Rohstoffes bewegen alleine die Käufer und Verkäufer. Die Börse ist ein Spielplatz der Überzeugungen. Ist der größere Teil der Menge überzeugt das die Kurse steigen werden, werden sie auch steigen. Warum? Weil sie nach ihrer Überzeugung handeln und kaufen, das alleine genügt um die Kurse steigen zu lassen. Umgekehrt natürlich das gleiche.

Das habe ich gelernt für mich zu nutzen. Ich kaufe/verkaufe keine Aktie ohne den jeweiligen Index gesichtet zu haben. Befindet der sich in einem Uptrend bin ich bullish, geht er hingenen talwärts kenne auch ich nur eine Richtung. Ein Index ist die Summe aller Teile, ein Mengenmesser sozusagen. Die Menge kauft oder verkauft, das lese ich an einem Index ab und danach handle ich auch.